Du hast eine Bierzeltgarnitur, die schon bessere Tage gesehen hat. Die Holzplatten sind witterungsgebräunt und rau. Das Metallgestell zeigt erste Rostflecken. Die Oberfläche wirkt abgenutzt und grau. Vielleicht bist du Veranstalter, der Garnituren für Feste frisch machen will. Oder Heimwerker, der die Möbel länger nutzbar halten will. Beides ist machbar. Selbst lackieren ist keine Hexerei. Mit der richtigen Vorbereitung bekommst du besseren Schutz und ein sauberes Aussehen. Das spart Geld gegenüber Neuanschaffung. Es ist auch nachhaltiger als Wegwerfen.
In diesem Artikel lernst du praxisnah, worauf es ankommt. Du erfährst, wie du die passende Materialwahl triffst. Du siehst, welche Schritte bei der Vorbereitung nötig sind. Du bekommst eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung für Holzplatten und Metallgestelle. Wir sprechen über passende Lackarten, Grundierung und Finish. Du erfährst, welche Werkzeuge helfen und welche Sicherheitsregeln wichtig sind. Am Ende gibt es Hinweise zu Kosten und zur Haltbarkeit.
Viele fragen sich: Welche Farbe ist geeignet? Muss ich das Gestell entrosten? Wie viel Arbeit muss ich einplanen? Diese Unsicherheiten adressiere ich konkret. Du bekommst praktische Tipps, Fehler, die du vermeiden solltest, und kleine Tricks für ein gleichmäßiges Ergebnis. So gehst du sicher in jeden Schritt und sparst Zeit und Ärger.
Welche Lacke passen für Holz und Metall?
Bei der Entscheidung für einen Lack spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Zuerst der Untergrund. Holz braucht einen flexiblen, atmungsaktiven Schutz. Metall braucht Rostschutz und gute Haftung. Dann die Art des Lacks. Wasserbasierte Acryllacke trocknen schnell und riechen wenig. Polyurethanlacke sind hart und abriebfest. Sprühlacke sind praktisch für schwer zugängliche Stellen. Wichtig sind auch Haltbarkeit und UV-Beständigkeit. Außenlacke müssen UV-Strahlung und Feuchtigkeit standhalten. Hinzu kommt die Anwendungsmethode. Pinseln oder Rollen ist für Holzflächen üblich. Für Gestelle kann Sprühtechnik schneller sein. Vor dem Lackieren musst du Untergrund vorbereiten. Altes Material entfernen. Rost abschleifen. Eine passende Grundierung auftragen. Danach folgt Schleifen zwischen den Schichten. In der Tabelle findest du eine kompakte Gegenüberstellung der gängigen Lacktypen. Sie hilft dir bei der Auswahl nach Einsatzbereich, Vor- und Nachteilen, Aufwand und erwarteter Lebensdauer.
Vergleichstabelle der Lacktypen
| Lacktyp | Geeignet für | Vorteile | Nachteile | Anwendungsaufwand | Haltbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Acryllacke (wasserbasiert) | Holzplatten, lackierte Metallflächen | Geringer Geruch. Schnell trocknend. Umweltfreundlicher als Lösemittel. Leichte Verarbeitung mit Pinsel oder Rolle. | Weniger abriebfest als PU. Schlechte UV- und Chemikalienbeständigkeit bei preiswerten Varianten. | Niedrig bis mittel. Übliche Vorbereitung und 2 Schichten, zwischenschliff empfehlenswert. | 2 bis 5 Jahre bei Außenanwendung, je nach Produkt und UV-Ersatztung. |
| Polyurethanlacke (PU) | Holzplatten, stark beanspruchte Flächen | Sehr hart und abriebfest. Gute Chemikalien- und Reinigungsbeständigkeit. Langlebig. | Stärkerer Geruch. Höherer Lösemittelanteil bei einigen Varianten. Verarbeitung erfordert Sorgfalt. | Mittel bis hoch. Oft 2K-Systeme. Genaues Mischen und Trocknungszeiten beachten. | 3 bis 8 Jahre je nach Belastung und UV-Schutz. |
| Alkydharzlacke (konservativ lösemittelbasiert) | Holz, Möbel im Außen- und Innenbereich | Gute Füllkraft. Glänzende Oberfläche möglich. Lange Bewährungszeit in traditionellen Anwendungen. | Längere Trocknungszeit. Enthält Lösungsmittel. Geruch und Umweltaspekte beachten. | Mittel. Mehrere Schichten und Trocknungszeiten nötig. Zwischenschliff empfehlenswert. | 2 bis 6 Jahre je nach Witterungseinfluss. |
| Holzöl (z. B. Leinöl, Hartwachsöl) | Holzplatten, natürliche Optik gewünscht | Betont die Holzmaserung. Dringt ein. Reparaturen sind punktuell möglich. Umweltfreundliche Varianten verfügbar. | Geringerer Oberflächenschutz gegen Kratzer. Regelmäßige Auffrischung nötig. Nicht geeignet für stark beanspruchte Flächen ohne zusätzlichen Schutz. | Niedrig bis mittel. Mehrere Ölungen in kurzen Abständen zum Aufbau erforderlich. | 1 bis 3 Jahre. Abhängig von Wetter und Nutzung. Regelmäßige Nachpflege erforderlich. |
| Sprühlacke (Acryl oder PU als Spray) | Gestelle aus Metall. Kleinere Holzflächen. | Sehr einfache und schnelle Anwendung. Gleichmäßige Schicht auf komplexen Formen. Gute Haftung bei geeigneter Grundierung. | Hoher Materialverbrauch. Sprühnebel. Umwelt- und Gesundheitsaspekte bei Innenanwendung. Begrenzte Schichtstärke pro Sprühgang. | Niedrig bis mittel. Vorbereitung und Abkleben notwendig. Gleichmäßige, dünne Schichten erforderlich. | 2 bis 6 Jahre je nach Lackbasis und UV-Belastung. |
Umwelt- und UV-Hinweis: Wasserbasierte Acryllacke und moderne Öle sind oft umweltverträglicher als lösemittelhaltige Produkte. PU-Lacke bieten bessere Beständigkeit gegen Abrieb. Für gute UV-Beständigkeit solltest du speziell ausgewiesene Außen- oder UV-stabilisierte Produkte wählen. Bei Metall immer eine Rostschutzgrundierung verwenden.
Zusammenfassend: Für Holzplatten, die optisch auffrischen sollen, ist Wasserbasierter Acryllack oder Holzöl eine gute Wahl. Für stark beanspruchte Tischplatten sind PU-Lacke robuster. Für Metallgestelle ist Sprühlack mit Rostgrundierung praktisch. Wähle das System passend zur Nutzung und zur gewünschten Pflegehäufigkeit.
Schritt-für-Schritt: Bierzeltgarnitur richtig lackieren
- Arbeitsplatz einrichten und Material prüfen Richte einen gut belüfteten, staubarmen Arbeitsbereich ein. Lege Handschuhe, Schutzbrille und Atemschutz bereit. Prüfe, ob du Pinsel, Rolle, Schleifpapier in verschiedenen Körnungen, Drahtbürste, Grundierung für Holz und Metall, Lacke und Abklebeband hast. Plane Zeit für Trocknung und mehrere Schichten ein.
- Garnitur auseinanderbauen und inspizieren Entferne Sitz- und Tischplatten vom Gestell. Schrauben und Beschläge am besten separat lagern. Prüfe Holz auf Risse, lose Lamellen oder Fäulnis. Markiere stark verrostete Stellen am Gestell. So arbeitest du gezielt und vermeidest Fehlkäufe.
- Reinigen Entferne Schmutz, Fett und alte Farbreste mit Bürste und warmem Seifenwasser oder einem geeigneten Reiniger. Bei öligen Verschmutzungen einen Entfetter verwenden. Lass alles vollständig trocknen. Sauberes Material ist die Voraussetzung für Haftung.
- Abschleifen der Holzplatten Bei rauer oder verwitterter Oberfläche zuerst mit grober Körnung 80 bis 100 schleifen. Danach mit 120 bis 180 Körnung fein nacharbeiten. Schleife in Faserrichtung. Entferne Staub mit einem feuchten Tuch oder einem Staubsauger. Achtung: Nicht zu heftig schleifen, sonst dünnst du das Holz zu stark aus.
- Entrosten und vorbereiten des Metallgestells Rost mechanisch mit Drahtbürste oder Winkelschleifer und Drahtbürstenaufsatz entfernen. Kleine Rostnester mit 120er bis 180er Schleifpapier bearbeiten. Bei starken Stellen Rostumwandler verwenden. Entfette die Metallflächen anschließend. Gute Haftung beginnt mit blankem Metall oder sauberer Passivschicht.
- Holz reparieren und spachteln Risse und Ausplatzungen mit geeignetem Holzspachtel füllen. Nach dem Trocknen spachtelstellen glatt schleifen. Bei neuen oder rohen Kanten Endkanten mit Grundierung oder Öl behandeln, damit kein Wasser zieht.
- Grundierung/Haftvermittler auftragen Für Holz eine wetterfeste Holzgrundierung oder ein Öl gemäß Hersteller verwenden. Für Metall eine rosthemmende Metallgrundierung oder ein zinkhaltiger Primer nutzen. Bei 2K-Systemen Mischverhältnis beachten und nur so viel anmischen wie in der Topfzeit verarbeitet werden kann. Grundierung dünn und gleichmäßig auftragen.
- Maskieren und Aufhängen Klebe Kanten ab und schütze Bereiche, die nicht lackiert werden sollen. Tischplatten auf Böcke legen oder aufhängen. Beim Gestell einzelne Teile so fixieren, dass du alle Seiten ohne Berührung lackieren kannst. Maskieren spart Nacharbeit.
- Lackauftrag: Pinsel, Rolle oder Sprühdose Trage Lack in mehreren dünnen Schichten auf. Pinsel für Kanten und Detailarbeit. Rolle für große Flächen. Sprühdose oder Spritzpistole eignen sich für das Gestell. Halte beim Sprühen 20 bis 30 Zentimeter Abstand und überlappe nass-in-nass um 50 Prozent. Dünne Schichten vermeiden Läufer und sorgen für gleichmäßige Trocknung.
- Zwischenschliff Nach jeder durchgetrockneten Schicht leicht mit 240 bis 320 Körnung anschleifen. Entferne Staub vor der nächsten Schicht. Zwischenschliff verbessert Haftung und sorgt für glattes Finish. Achte auf die vom Hersteller empfohlenen Trocknungszeiten.
- Endbeschichtung Trage die finale Schicht gleichmäßig auf. Bei Holz kannst du zwischen matter und glänzender Oberfläche wählen. Bei stark beanspruchten Tischplatten PU-Lack bevorzugen. Vermeide dicke Schichten. Folge den Empfehlungen zur Anzahl der Schichten.
- Trocknung, Aushärtung und Abschluss Lasse die Garnitur bei empfohlenen Temperaturen und Luftfeuchte vollständig aushärten. Ideal sind 10 bis 25 Grad Celsius und relative Luftfeuchte unter 80 Prozent. Volle Belastbarkeit kann je nach Produkt 24 Stunden bis mehrere Tage dauern. Montiere erst wieder, wenn Lack durchgehärtet ist. Entferne Schutzfolie und führe regelmäßige Pflege durch.
- Sicherheits- und Entsorgungshinweise Arbeite mit Atemschutz bei Lösungsmittelhaltigen Produkten. Sorge für gute Belüftung. Leere Lackdosen und Lösungsmittel sachgerecht entsorgen. Beachte die Sicherheitsdatenblätter der Produkte.
Pflege und Wartung für lackierte Garnituren
Regelmäßige Reinigung
Sanft säubern. Reinige die Oberflächen alle paar Wochen mit lauwarmem Wasser und einem milden Spülmittel. Nutze ein weiches Tuch oder einen Schwamm und vermeide Scheuermittel. So entfernst du Schmutz ohne den Lack anzugreifen.
Abdeckungen bei Nichtgebrauch. Schütze die Garnitur mit einer atmungsaktiven Abdeckung, wenn sie im Freien steht. Plastikplanen können Feuchtigkeit einschließen und zu Schäden führen. Eine Abdeckung reduziert UV- und Wetterschäden deutlich.
Umgang mit Kratzern. Kleine Kratzer schleifst du leicht mit feinem Schleifpapier (Körnung 240 bis 320) und reinigst die Stelle vor dem Ausbessern. Trage dann einen passenden Lackstift oder eine dünne Schicht des Originallacks auf. Mehrere dünne Schichten sehen besser aus als eine dicke.
Nachbesserung kleiner Stellen. Streiche abblätternde Bereiche bis auf die feste Schicht herunter und grundiere lokal vor dem Neuanstrich. Arbeite zügig aber sauber und lasse jede Schicht vollständig trocknen. So verhinderst du, dass sich die Beschädigung ausbreitet.
Lagerung über Winter
Richtig einlagern. Lagere die Garnitur trocken und frostfrei, wenn möglich an einem belüfteten Ort. Stelle die Platten auf Kanten oder lege Abstandshalter unter, damit Luft zirkulieren kann. Vor dem Einlagern lohnt sich eine kleine Auffrischung mit einer Schutzschicht, damit Salz und Feuchte weniger Schaden anrichten.
Sicherheits- und Warnhinweise für Lackarbeiten
Typische Risiken
Bei Lackarbeiten treten mehrere Gefahren auf. Lösungsmittelhaltige Lacke erzeugen Dämpfe, die schädlich sind. Staub beim Schleifen kann Atemwege und Augen reizen. Beim Abschleifen von altem Anstrich können giftige Stoffe wie Blei freigesetzt werden. Funkenbildung beim Einsatz von Winkelschleifern oder Heißarbeiten kann Brände auslösen.
Konkrete Schutzmaßnahmen
Atemschutz: Verwende bei Sprühen oder Arbeiten mit Lösungsmitteln eine Halb- oder Vollmaske mit organischen Lösungsmittel-Kombinationsfiltern und Partikelfilter, z. B. A2P3. Für reine Staubarbeiten reichen FFP2 oder FFP3 nur bei staubfreien Systemen. Achte auf richtige Passform und Prüfungen.
Haut- und Augenschutz: Trage chemikalienbeständige Handschuhe wie Nitril oder Butyl. Nutze Schutzbrille oder Vollmaske beim Schleifen und Sprühen. Wechsel verschmutzte Kleidung und vermeide Hautkontakt mit Lacken und Verdünnern.
Belüftung: Arbeite möglichst im Freien. Wenn du drinnen arbeitest, sorge für Querlüftung und setze Absaugung oder einen mobilen Luftreiniger mit geeigneten Filtern ein. Vermeide Einatmen von Nebel und Dämpfen.
Brandschutz: Halte offene Flammen und Funkenquellen fern. Lagere Lösungsmittel in verschlossenen, kennzeichneten Behältern außerhalb des Arbeitsbereichs. Arbeite nicht in engen, schlecht belüfteten Räumen mit Zündquellen.
Entsorgung und Bleihaltiger Altanstrich
Wichtig: Teile mit Verdacht auf Bleianteil dürfen nicht einfach mit dem Hausmüll entsorgt werden. Nutze Testkits für Blei oder lass eine Probe im Labor prüfen. Bei positivem Befund gib Abfälle an eine kommunale Schadstoffannahme oder beauftrage Fachfirmen. Verbrenne keine Farbe und schütte Lösungsmittel nicht in die Kanalisation.
Wann du einen Profi hinzuziehen solltest
Ziehe einen Profi hinzu, wenn du Bleianteil vermutest oder wenn großflächige Korrosion die Tragfähigkeit des Gestells beeinträchtigt. Auch bei komplexen 2K-Systemen oder wenn umfangreiche Rostkonversion nötig ist, ist professionelle Ausrüstung und Erfahrung sinnvoll. Bei Unsicherheit ist professionelle Beratung sicherer und oft kosteneffizienter.
Zeit- und Kostenaufwand realistisch einschätzen
Zeitaufwand
Die Arbeit verteilt sich auf Vorbereitung, Behandlung und Trocknung. Aktive Arbeitszeit für eine Standard-Garnitur (Tischplatte plus zwei Bänke und Gestell) liegt typischerweise bei 6 bis 12 Stunden. Dazu gehören Demontage und Reinigung 1 bis 2 Stunden, Schleifen Holz 2 bis 4 Stunden, Entrosten und Vorbehandlung des Gestells 1 bis 3 Stunden sowie Spachtel- und Reparaturarbeiten weitere 30 bis 90 Minuten.
Für Grundierung und Lackauftrag rechne mit mehreren Durchgängen. Wasserbasierte Produkte sind meist nach 2 bis 4 Stunden überstreichbar. PU- oder 2K-Systeme brauchen 6 bis 24 Stunden bis zur Überstreichbarkeit. Plane daher eine Gesamtprojektzeit von 2 bis 4 Tagen, inklusive Trocknungszeiten. Volle Aushärtung für starke Beanspruchung kann bis zu 7 Tage dauern. Bei feuchter oder kalter Witterung verlängert sich die Zeit deutlich.
Kostenaufwand
Materialkosten für eine Garnitur lassen sich realistisch so aufschlüsseln:
- Schleifmaterial und Zubehör: ca. 10 bis 30 €.
- Grundierung (Holz/Metall) 0,75–2 L: ca. 10 bis 35 €.
- Lack (0,75–2 L je nach System) oder 2–6 Sprühdosen für Gestell: 15 bis 80 €. PU-Systeme sind teurer als einfache Acrylate.
- Pinsel, Rolle, Abklebematerial, Abdeckfolie: ca. 10 bis 30 €.
- Entsorgung von Lösemittelabfällen oder Altanstrichen: 5 bis 30 €, bei Gefahrstoffen höher.
Wenn du Werkzeuge kaufen musst, kommen hinzu: Exzenterschleifer ca. 40 bis 120 €. Kompressor plus Spritzpistole kaufen ab ca. 150 €. Mieten reduziert Kosten auf etwa 10 bis 50 € pro Tag.
Ziehst du Profi-Hilfe in Betracht, sind für Arbeitslohn und Materialien häufig 150 bis 400 € realistisch. Bei Befall mit Blei oder großflächiger Korrosion können Spezialdienste deutlich teurer sein.
Zusammenfassend: Mit überschaubaren Mitteln schaffst du das Projekt selbst für rund 40 bis 150 € an Materialkosten und in 2 bis 4 Tagen Gesamtzeit. Wenn du aufwändige Geräte brauchst oder professionelle Qualität willst, steigen Aufwand und Kosten entsprechend.
Häufige Fragen
Welcher Lack ist für die Holzplatten geeignet?
Für die meisten Fälle ist wasserbasierter Acryllack eine gute Wahl. Er trocknet schnell und riecht weniger stark. Wenn die Tischplatte stark beansprucht wird, ist ein PU-Lack haltbarer. Willst du die Holzmaserung betonen, wähle statt Lack ein Hartwachsöl und plane häufiger Pflege ein.
Muss ich das Metallgestell entrosten?
Ja, Rost muss vor dem Lackieren entfernt werden, sonst blättert der Anstrich ab. Mechanische Entfernung mit Drahtbürste oder Schleifer ist üblich. Bei tiefer Korrosion nutze einen Rostumwandler und anschließend eine rosthemmende Grundierung. Trage beim Arbeiten Schutzbrille und Atemschutz.
Wie teile ich die Arbeiten zeitlich ein?
Teile die Arbeit in Vorbereitung, Grundierung und zwei bis drei Lackschichten. Reinigung und Schleifen sind an einem Tag machbar. Zwischen Grundierung und Deckschichten solltest du die vom Hersteller angegebenen Trocknungszeiten einhalten, meist 2 bis 24 Stunden. Plane insgesamt 2 bis 4 Tage, damit alles richtig aushärten kann.
Ist Sprühlack für das Gestell sinnvoll?
Ja, Sprühlack oder Spritzgerät sind sehr praktisch für komplexe Formen und das Gestell. Achte auf gute Belüftung und eine Atemschutzmaske mit Lösungsmittelfilter. Sprühnebel vermeiden und in dünnen, überlappenden Schichten arbeiten. Teste die Technik zuerst an einem Stück Altmetall.
Kann ich im Winter lackieren?
Nur, wenn die Temperatur und Luftfeuchte passen. Viele Lacke benötigen mindestens 10 Grad Celsius und eine relative Luftfeuchte unter 80 Prozent zum Aushärten. In beheizten, gut belüfteten Räumen geht es, draußen ist das Risiko für schlechte Haftung hoch. Bei Unsicherheit halte dich an die Herstellerangaben oder verschiebe das Projekt.
Einkaufs-Checkliste für Lackiermaterialien
- Lacktyp wählen. Entscheide, ob du einen wasserbasierten Acryllack, ein PU-System oder Holzöl willst. Berücksichtige Beanspruchung und gewünschtes Aussehen.
- Grundierung und Haftvermittler. Kaufe eine rosthemmende Metallgrundierung für das Gestell und eine passende Holzgrundierung für die Platten. Sie sorgen für bessere Haftung und längere Haltbarkeit.
- Schleifmaterialien in mehreren Körnungen. Besorge Schleifpapier 80–100 für grobe Arbeiten, 120–180 für Feinbearbeitung und 240–320 für Zwischenschliff. Denke an Schleifvlies und einen Staubsaugeranschluss am Gerät für weniger Staub.
- Pinsel, Rolle oder Sprühtechnik. Wähle hochwertige Flachpinsel für Kanten und Schaum- oder Kurzflorrolle für Flächen. Wenn du Sprühtechnik bevorzugst, nimm passende Sprühdosen oder eine Spritzpistole mit Filter und Kompressor.
- Persönlicher Schutz. Kaufe Atemschutzmasken (A2P3 oder FFP2/FFP3 je nach Aufgabe), Schutzbrille und Nitrilhandschuhe. Sicherheit erhöht die Arbeitsqualität und reduziert Gesundheitsrisiken.
- Abdeck- und Klebematerial. Besorge Abdeckfolie, Malerkrepp und saubere Tücher. Sauberes Abkleben schützt Flächen und spart Nacharbeit.
- Reparatur- und Vorbehandlungsmaterialien. Nimm Holzspachtel, Rostumwandler und Entfetter mit. Kleine Reparaturen und saubere Untergründe sind die Basis für ein langlebiges Ergebnis.
- Optionale Werkzeuge und Verbrauchsmaterial. Überlege, ob du Exzenterschleifer, Kompressor oder Schleifaufsatz mieten willst. Schleifpads, Ersatzdüsen und Verdünner gehören ebenfalls auf die Liste.
